Das Punkrock-Trio Raptus veröffentlichte kürzlich zusammen mit dem kleinen DIY-Label Subwix sein neuestes Album Die Wut bleibt – inklusive des Longplayers Generation Drogen (2009), der bisher lediglich als Vinyl-LP zu bekommen war.
Die Kölner machten die Musikwelt seit 2002 bereits auf über 160 Kozerten unsicher. Live gibt es nach eigenem Bekunden in etwa 40 Minuten 26 Songs auf die Ohren. Die Länge (eigentlich eher: die Kürze) der Raptus Songs spiegelt sich auch auf der aktuellen Scheibe wieder: 12 Titel mit etwas mehr als 20 Minuten Spielzeit (das Bonusalbum nicht eingerechnet).
Die Selbsteinschätzung der Band, die ihren Stil als melodischen Punkrock mit zynisch-provokaten Texten einstuft, würde ich als eher gewagt bezeichnen. Provokante deutschsprachige Texte – dem kann ich mich noch anschließen. Aber von melodischem Punkrock habe ich dann doch eine etwas andere Vorstellung. Da denke ich an Bands wie The Offspring, Pennywise oder Green Day, dem kommt die Musik von Raptus aber nicht wirklich nahe. Punk ja, melodisch in gewisser Weise auch, aber vor allem der “Gesang” der eher gesprochen denn gesungen ist, verleiht der Scheibe einen anderen – nicht unbedingt schlechteren – Touch, als man es von einer typischen Melodic-Punk-Band erwarten würde. Auf den Punkt gebracht: Ehrlich, kernig und schnökelloser Deutsch-Punk.
Anspieltipps
- Letzter Versuch
- Teenage Gang Bang Party
- Bedarfsplanung
Details
- Band: Raptus
- Titel: Die Wut bleibt
- Label: Subwix
- Veröffentlichung: November 2012
Kaufen
Die Wut bleibt gibt es für nur 7 Euro direkt bei der Band unter raptus.org und natürlich auch beim Label Subwix.