The Afghan Whigs gehören auch zu den Bands die mich schon eine Zeit lang begleiten, mit denen einige Erinnerungen verbunden sind. Als ich Black Love im elterlichen Plattenschrank entdeckt hab ist das gute Stück rauf und runter gelaufen. Seit diese Platte erschienen ist sind fast 2 Jahrzehnte vergangen, 1965 hab ich nie gefunden, die beiden Vorgänger erlitten das selbe Schicksal wie Black Love. Entsprechend gespannt habe ich auf Do to the Beast gewartet, die erste Afghan Whigs Platte seit immerhin 16 Jahren.
2001 Aufgelöst, 2012 wiedervereinigt, klar, dass Do to the Beast anders klingen wird. Der opener Parked Outside ist zwar alles andere als schlecht wird aber zu sehr vom Monotonen Schlagzeugbeat dominiert, der sich in viereinhalb Minuten nicht ändert oder mir zumindest keine Änderung auffällt, weiter geht’s mit Matamoros, mit dem ich das selbe Problem habe.
It Kills ist etwas ruhiger, geht erst mal nur mit Klavier los, später kommen dann noch Band und Orchester dazu, irgendwann auch noch Van Hunt dazu. Weiter geht’s mit Algiers, das auch schon vorher mit Video veröffentlicht wurde und klar von der Akustikgitarre und Greg Dulli’s Stimme geprägt ist. Bei Lost in the Woods werde ich dann zum ersten Mal an die früheren Afghan Whigs Platten erinnert, auch ein eher ruhigerer Song, der genau so gut auch auf Congregation zu finden sein könnte! Bei The Lottery geht’s dann wieder etwas härter und schneller zur Sache, auch wenn es teilweise sehr Effektbeladen ist. Can Rova ist wieder eine Ballade, die eigentlich auch recht gut ist auch wenn der Technobeat am Ende klar fehl am Platz ist.
Insgesamt bin ich von Do to the Beast ehrlich gesagt eher enttäuscht, auch weil ich mir einen Geniestreich wie Congregation, Gentlemen oder Black Love erhofft habe. Vielleicht liegt’s daran, dass ich 1965 nie gehört habe aber ich kann mit Do to the Beast, das auch überproduziert ist, nicht viel anfangen.