Quiet Confidence – Confessions

Mittlerweile gibt es Metalcore-Bands wie Sand am Meer. So haben auch die Jungs von Quiet Confidence sich dem Metalcore verschrieben und mischen diesen zusätzlich noch mit etwas Deathcore. Die Band existiert seit 2011 und hat ihre Debüt-EP “Confessions” im November 2013 erstmalig veröffentlicht. Nun habe auch ich mal rein gehört.

Beim erstmaligen rein hören ist nicht ganz ersichtlich, wann genau denn ein neuer Song beginnt. Eine gewisse Kontinuität hat sich hier in den knapp 20 Minuten eingeschlichen, Songs direkt zu unterscheiden fällt schwer, die Ähnlichkeit innerhalb der eigenen Stücke ist unverkennbar. Wiedererkennungswert ist zwar gegeben, da jeder Song sehr ähnlich klingt, aber Abwechslungsreich ist etwas anderes.

Hört man genauer hin, fällt unmittelbar das untighte Zusammenspiel der Rhythmusgruppe auf. Stellenweise wirkt es etwas zusammen gestöpselt ohne erkennbare Linie oder Konzept. Während man bei den Gitarrensounds auf sehr höhenlastiges Material setzt, geht der Bass etwas unter. Im Allgemeinen dominiert der Sound des Schlagzeugs. Vor allem der Snare-Sound wirkt etwas fremd.

Bei den Vocals setzen Quiet Confidence zum Großteil auf das Wechselspiel von Gekeife und tiefen Growls. Cleane Gesangsparts sind bis auf ein paar Gangshouts nicht vorhanden. Doch auch diese cleanen Gangshouts wirken beispielsweise bei “Life is catching up” sehr unmotiviert und sprengen in dem Moment das (halbwegs) vorhandene Konzept. Zu den Vocals lässt sich sagen, dass die Technik des Growling nicht genug beherrscht wird um hier den Text auch zu verstehen, weshalb das Fehlen eines Text-Booklets in der CD hier einen dicken Minuspunkt liefert.

Laut Facebook Seite konnten sich Quiet Confidence “Durch ihre intensiven Bühnenshows sowie ihr abwechslungsreiches Songwriting […] schnell einen Namen in der Szene um Koblenz schaffen”. Das mag wohl sein, da die Band eine wahnsinnige Dynamik auf der Bühne besitzt, dennoch hebt sich “Confessions” aus dem Meer an Metalcore CDs nicht ab. Es wirkt wie ein Versuch einen eigenen Stil zu erarbeiten und das ist auch wichtig. Technisch nicht das schlimmste, das ich je gehört habe, aber durch mangelnden Wiedererkennungswert nicht zu empfehlen. Wer dennoch auf den klassischen, simplen und durchgehenden Sound von Metalcore steht, ist hier nicht unbedingt falsch.



Dieser Beitrag wurde am von Anna veröffentlicht • Kategorie: Tonträger Reviews • Tags:






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