Im Gespräch: Stereo Dynamite

Mit einem Re-Release ihrer 2011 veröffentlichten Debüt EP gehen Stereo Dynamite aus Freiburg/Tübingen noch im März mit Templeton Pek (UK) auf Tour in Deutschland. Warum die EP so schnell vergriffen war, wie die Band an den Supportslot für die Tour kam und was für die Zukunft alles geplant ist – das und mehr wollten wir von den sympatischen Jungs wissen.

 
 

TrueTrash: Stellt euch doch mal kurz vor. Wer seid ihr? Woher kommt ihr?
Matze: Tach auch, wir sind Stereo Dynamite aus Freiburg/Tübingen und bestehen aus den Mitgliedern Fabi (Bass), Gäschi (Drums) und Matze (Gitarre, Vocals).

TT: Wie und wann habt ihr euch kennen gelernt? Wie lange macht ihr schon zusammen Musik? Habt ihr zuvor schon in anderen Bands gespielt?
Matze: Also eigentlich sind das ja schon drei Fragen 😉 Wir kennen uns schon eine Weile aus anderen Bandprojekten und haben Mitte 2011 beschlossen eine neue Combo zu gründen, so ziemlich spontan am Telefon. Wir haben im August letzen Jahres dann das erste Mal zusammen im Proberaum gespielt in dieser Besetzung. Also praktisch vorgestern. Fabi hat bei einer Band namens „Tram“ gespielt und Gäschi und ich spielen noch bei einer Band namens „The Muppedz United“.

TT: Ihr behauptet mit „Stereo Dynamite“ euren eigenen Musikstil gefunden zu haben. Wie würdet ihr diesen bezeichnen?
Matze: Ich würde den so beschreiben, dass wir eine spezielle Mischung aus Punkrock und Hardcore spielen. Wir picken uns die Teile raus aus den jeweiligen Genres und basteln sie nach unseren Vorstellungen zusammen, wenn man das so sagen kann!
Da wir nur zu dritt sind, bekommt unsere Musik eine eigene Note, da wir nie zu hart, und nie zu soft sind. Dafür stehe ich mit meinem Namen…

TT: Mitte 2011 habt ihr eure erste EP „We Are The Dynamite!“ veröffentlicht. Jetzt gibt es schon die zweite Auflage davon. Wart ihr vom Erfolg der CD selber überrascht oder war die Auflage so klein, dass sie so schnell vergriffen war?
Matze: Ich würde beides sagen, wir haben unsere “Bandkarriere”, wenn man das so nennen kann, erst Ende September in Budapest gestartet, und zu dieser Zeit war es uns einfach wichtig einige CDs dabei zu haben. Da haben wir uns kaum Gedanken über die Auflage gemacht. Dann lief der Verkauf immer besser, wir haben an jede Show einige CDs verkauft, was sicherlich auch an den fairen Preisen liegt! Es handelt sich ja um eine Demo, die dafür ausgerichtet ist, unter die Menschen zu kommen. Sie soll uns einen Namen machen, und nicht Profit bescheren.

Fabi: Genau das ist es. Diese CD dient dazu uns Gehör zu verschaffen und funktioniert daher ganz anders als ein Album welches eine bestimmte Auflage benötigt um sich zu rechnen. Für so etwas haben wir immer noch Zeit.

TT: Zum Song „Antidote“ habt ihr ein Video gedreht. Nun ja, gedreht trifft es eigentlich nicht ganz, weil es sich um ein Comic-Standbild-Video handelt. Wer zeichnet sich dafür verantwortlich? Wer hatte die Idee zum Video und wer durfte sein Kreativität ausleben?
Matze: Das trifft wohl alles auf mich zu! Man muss dazu sagen, dass wir eine 2/3 Grafik-Designer Band sind und ich ein Buch zu unserer Konzept-EP gestaltet habe! Darin werden die Lyrics visuell umgesetzt, und da alle 5 Songs eine Geschichte ergeben, hat sich das dann angeboten, das endlich mal durchzuziehen! Ich wollte schon immer mal ein Buch rausbringen 😛

Fabi: Astrid Lindgren wäre stolz auf dich mein Lieber… 😉

TT: Ende März dürft ihr mit „Templeton Pek“ (UK) auf Tour gehen. Wie kam es dazu?
Matze: Dazu bitte ich um die Worte unseres Bassers!

Fabi: Prinzipiell ist das schnell und einfach erklärt: Ich kümmere mich mit meiner eigenen Bookingagentur auch um unsere Band. Dann heißt es schauen, was zu einem passt, anfragen und auf Glück hoffen. Dieses Mal hat alles perfekt gepasst wobei ich hier wirklich ein dickes Danke an die Band Templeton Pek und ihren wirklich sympathischen Booker loswerden muss. Wir haben das geschafft weil gewisse Menschen an uns glauben, es kann nichts Schöneres geben.

TT: Habt ihr Vorbilder? Oder macht ihr einfach euer Ding?
Matze: Ich würde es nicht wirklich Vorbilder nennen, sondern eher Einflüsse oder Inspirationen! Es gibt gemeinsame Bands wie Comeback Kid, Snitch oder Boysetsfire. Dann hat jeder noch so ein bisschen seine eigene Mucke, die er gerne hört. Das macht auch ein Bisschen die Mischung aus. Grob zusammengefasst kann man sagen kommt noch Hatebreed, Silverstein, Frank Turner, aber auch so Sachen wie Backyeard Babies dazu! Da bringt jeder seine eigenen Iden und Einflüsse mit!

Das kannst du folgendermaßen vergleichen:
Entweder du bekommst alles aus einem Topf wie z.B Kartoffelbrei, oder du nimmst mehrere Zutaten mit an Bord wie bei Bratkartoffeln mit Zwiebeln, Speck und anderen total krassen Dingen. Ich glaube man merkt, dass ich hungrig vor dem Rechner sitze 😀

Fabi: In deinem nächsten Leben solltest du über eine Lehrposition an einem Musikcollege nachdenken… 😉

TT: Ihr feuert im Netz aus allen Rohren: Eigene Webseite, Youtube, Facebook, Twitter, Soundcloud. Wie wichtig sind derartige Profile für eine junge aufstrebende Band? Fluch oder Segen?
Matze: Ich würde eindeutig zu Segen tendieren, ein Fluch ist es nur wenn die Seiten nicht gepflegt werden! In Zeiten, wo jeder von der Straße aus im Netz surft, sollte man auf diese Plattformen nicht verzichten, gerade Facebook, oder z.B. Youtube sind kostenlos, bieten jungen und alten Bands eine gute Werbefläche und man erreicht meiner Meinung nach mehr Menschen als über Flyer (oder Myspace :-)) oder sonst was!

Fabi: Ich tendiere ebenfalls zu Segen wenn man sich von Anfang an sinnvolle Gedanken macht was man benötigt, in welchem Umfang und wer sich um welchen Part kümmert.

TT: Was ist für die Zukunft geplant? Ein „richtiges“ Album? Eine ausgiebige Tour?
Matze: Die ausgiebige Tour steht ja schon in den Startlöchern, danach beginnt die Festivalsaison und wir versuchen so viele Festivals/Gigs wie möglich mitzunehmen. Das hat oberste Priorität! Wenn unser Namen dann mal ein bisschen bekannt ist im Lande, dann packen wir unsere Sachen und schließen uns im Tonstudio ein zum Aufnehmen! Es gibt schon einiges an neuem Material, was wir auch live spielen! Also bewegt eure Ärsche gefälligst in die Clubs bei euch zu Hause 😛

Fabi: Ihr hört was der Mann sagt! 😉

Die letzten Worte gebühren euch:
Matze: Hoch die Tassen, man sieht sich auf Tour!

 



Dieser Beitrag wurde am von Fabian veröffentlicht • Kategorie: Interviews • Tags:






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