Lieblingsentdeckungen auf Bandcamp

Bandcamp ist ein schier endloses Sammelbecken großartiger musikalischer Geheimtipps. Besonders beliebt: die Kategorie “pay what you want”, die Bands die Möglichkeit gibt ihre Musik auf Spendenbasis zum Download anzubieten. Hier einige meiner Lieblingsentdeckungen:

 

Beach Slang – Who Would Ever Want Anything So Broken?

Zugegebenermaßen habe ich Beach Slang nicht selbst entdeckt sondern empfohlen bekommen. Nichtsdestotrotz habe ich mir die EP direkt heruntergeladen und war ziemlich begeistert. Eine irgendwie positiv melancholische EP, die sich wohl ganz gut als Slow Punk beschreiben lässt. Musikalisch und textlich irgendwo zwischen The Gaslight Anthem und The Menzingers, die perfekt in warme, verträumte Sommernächte passt.


 

Koeter – S/T

Eine Band, die ich schon beim ersten hören so gut fand, dass ich sie unbedingt veranstalten wollte. LoFi Deutschpunk mit größtenteils cleanen Gitarren, fast schon lyrischen Texten die ein bisschen an die späten But Alive denken lassen und einer Energie die auch durch die Stimme von Sänger Michi (früher bei NEINNEINNEIN) unterstützt wird. Übrigens auch eine großartige und sympathische Liveband.

 

Tigeryouth – Im Sitzen

Tigeryouth ist ein Phänomen. Irgendwie scheint ihn jeder zu kennen irgendwie dann doch wieder niemand. Mit seiner zweiten EP im Sitzen hat er alles ziemlich Perfektioniert, da wären zum einen die großartigen Texte, die bei allen fünf Songs großartig sind, dazu dann die minimalistische Untermalung mit relativ leise gemischter Gitarre und Tigeryouths rauhe, großartige Stimme, mit der er in weniger als zwei Minuten eine unglaubliche intimität erzeugt.

 

Ancient Mith – And the Dead Shall lie there

Irgendwie finde ich zu englischsprachigem Rap schweren Zugang, anders lief es bei Ancient Mith aus Denver. Mit düsteren, recht minimalistischen Beats, Texten über eine Lebensrealität irgendwo zwischen Musik, Arbeit,Feiern und Resignation und großartigen Songs wie Plastic leaves on our Autumns oder They’ll always call at nine überzeugt er auf voller Linie.

 

Schafe & Wölfe – Nachts

Böse Zungen würden das was Schafe & Wölfe machen wohl Hipsterpunk nennen. Irgendwie trifft das auf die Mischung aus Indie, Elektro, Punk und Sprechgesang aber auch ziemlich gut zu, verorten lässt sich das ganze wahrschenlich am besten zwischen Casper und Audiolith Records, wobei aber auch schon Torsun von Egotronic und Johannes Rögner von Frittenbude Features hatten.

 

Wil Wagner – Live at the Goon Den

Wil Wagner, seines Zeichens Sänger der großartigen Smith Street Band, ist seit Jahren auch Solo unterweg und hat zwei Alben und unzählige Demos aufgenommen, eines davon ist Live at the Goon Deen. Hier finden sich unter anderem auch einige akustische Versionen von frühen Smith Street Band Songs, die durch den minimalismus nochmal anders wirken und den Fokus auf Wagners Texte richten.

 

Freiburg – Aufbruch.

Wasn das? Postpunk? Emopunk? Einfach nur Punk? Ach keine Ahnung!
Die beste Referenz für die Clarholzer Band Freiburg ist wahrscheinlich Turbostaat, auf jeden Fall gibt es großartige Musik auf die Ohren, irgendwie ist das schon Punk, irgendwie aber auch musikalisch zu differenziert um Punk zu sein. Die Texte erzählen von persönlicher Frustration und sind dabei geradezu entwaffnend ehrlich oder um die Band selbst zu Wort kommen zu lassen: “Graue Plattenbauten stehen uns wirklich gut | Mit Zementschuhen auf dem Boulevard | Eins Komma Zwei Promille für mehr Mut | Wir schreiben das Jahr 2000 Irgendwas, und jeder auch nur halbwegs Literaturinteressierte weiß, dass das Ganze hier so eine Art Distopie ist, es ist alles furchtbar hässlich”

 



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