Lesetipp: Verloren im Weltall, verwahrlost auf Erden

Regelmäßigen Lesern des OX-Fanzines dürfte Alex Gräbeldinger ein Begriff sein, tobt er sich dort doch im Rahmen einer Kolumne bereits seit mehreren Jahren aus. Bereits 2011 wurden die kolumnistisch bereits verarbeiteten Erlebnisse in seinem Debüt “Ein bekotztes Feinrippunterhemd ist der Dresscode zu meinem Lebensgefühl” in Buchform veröffentlicht. 2011 folgte dann “Bald ist Weltuntergang”. Jetzt liegt mit “Verloren im Weltall, verwahrlost auf Erden” sein neuestes Werk vor.

Los geht es mit einem Vorwort. So weit so unaufregend. Das Vorwort hat jedoch nicht der Autor selbst verfasst, sondern Jörkk Mechenbier, seines Zeichens Frontmann bei LOVE A. Darin offenbart Jörkk seine tolle Auffassung von Freundschaft und gibt zu, dass er auf Alex doch ein wenig neidisch ist. Und er schließt damit, dass er Alex sehr, sehr lieb habe.

Das Buch selbst ist eine Ansammlung von Geschichten. Auch ein Interview mit dem Autor hat sich eingeschlichen. Und auch der ein oder andere Gastautor hat eine Story beigesteuert. Das Ergebnis ist sehr kurzweilig und äußerst lesenswert. Und es ist gut geschrieben. Merkt man, dass dieser Alex schonmal einen Stift in der Hand hatte und das schon eine Weile macht. Größtenteils komisch und witzig, teilweise verrückt, teilweise absurd. Drogen und Alkohol stellen einen essentiellen Bestandteil vieler Geschichten dar und ziehen sich wie eine Art rotes Band durch das Buch (“Obwohl ich bereits dreimal im Irrenhaus war, schmuggle ich für den täglichen Eigenbedarf noch immer regelmäßig Marihuana über die holländische Grenze.”). Teilweise ist es aber schon auch an der Grenze des guten Geschmacks. Für mich persönlich ist es an der ein oder andere Stelle etwas zu explizit (“Es ist nicht das erste Mal, dass ich mir mit einem feuchten Küchenschwammtuch, mit dem ich zuvor den Abwasch erledigt habe, den Arsch abwische.”). Klar, kann man so schreiben. Muss man aber nicht. Aber ist ja auch nicht jeder so ein Sensibelchen wie ich.

Fazit: Schöne Geschichtensammlung aus dem Wahnsinn das sich Leben nennt. Darf eingepackt werden, wenn es Euch in einer Buchhandlung in die Finger kommt. Vielleicht auch eine nette Idee für anstehende Geschenke. Eventuell direkt für die Schwiegermutter. Freut Euch auf den Gesichtsausdruck inklusive nicht mehr einklappbarer Kinnlade wenn ihr scheinheilig fragt wie das Buch denn gefallen habe.

 
Details

  • Autor: Alex Gräbeldinger
  • Verlag: Tante Guerilla
  • ISBN: 978-3-9812772-4-1

 



Dieser Beitrag wurde am von Fabian veröffentlicht • Kategorie: Sonstiges • Tags: , ,






Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>


Adolescents Alte Sau Anti Flag Authority Zero Barb Wire Dolls Cancer Carl Bârat Deadly Sins Disco Ensemble Donots Dropkick Murphys Eastfield Egotronic Ein Gutes Pferd Feine Sahne Fischfilet Flogging Molly Garden Gang Get Dead Grape Harry Gump Hounds & Harlots Itchy Poopzkid Johnossi Justin Sane KMPFSPRT Koeter Kotzreiz Love A Misconduct Mr. Irish Bastard MxPx Neon Bone No Fun Pascow Peppone Radio Havanna Rantanplan Raptus Rather Raccoon Schluss mit Lustik Schrappmesser Selling Our Weaknesses Stereo Dynamite Templeton Pek Terrorgruppe The Baboon Show The Offenders The Prosecution The Scandals The Sensitives The Sounds The Toten Crackhuren Im Kofferraum The Uprising TV Smith Voodoo Healers