Dropkick Murphys – 11 Short Stories Of Pain & Glory

Es muss irgendwann um das Jahr 2000 herum gewesen sein als ich zum ersten Mal Musik der Celtic Punks aus Boston hörte. Ort des Geschehens waren Zweit-Liga-Eishockey-Begegnungen bei welchen in Spielpausen Musik lief. Unter anderem auch jene der Dropkick Murphys. Irgendwann lief die Musik dann auch im heimischen CD Player. Und irgendwann folgte dann das erste Konzert mit der Truppe. Seither haben sich einige weitere hinzugesellt und auch die letzten Alben der sportverrückten Amis (Eishockey, Baseball) stehen in meinem Plattenschrank.

Gerade weil es wenige Bands gibt, die ich seit Jahren so beständig verfolge, habe ich mich sehr auf das neue Album “11 Short Stories Of Pain & Glory” gefreut. Das erscheint noch rechtzeitig vor der Mitte Januar beginnenden Europatour. Vom Vorgänger “Signed And Sealed In Blood” war ich wenig überzeugt. Zwar ein grundsolides Album, aber auch nicht Hit auf Hit. Mein persönlicher Favorit dieser Scheibe ist nach wie vor die Ballade “Rose Tattoo”.

A propos Ballade – damit sind wir auch schon beim Thema. Ich will nicht sagen, dass das neue Album romantisch-beschaulich ist. Wer die Musik der Murphys kennt weiß, dass das wenig mit ruhiger Romantik zu tun hat. Gleichwohl kann “11 Short Stories Of Pain & Glory” in seiner Gesamtschau durchaus als eher leise und langsam bezeichnet werden. Keine Frage, das ist immer noch Punkrock, aber stellenweise einfach nicht so anschiebend wie wir das bisher von den Dropkick Murphys kannten. Als Beispiele sind da etwa die Songs “Sandlot” sowie “4 15 13″ zu nennen. Das ist nicht schlecht. Aber anders. Wer sich einen schnellen Überblick von diesem “Anders” verschaffen möchte, der höre sich am besten das letzte Stück “We’ll Meet Again” an. Das kommt zwar mit durchaus mitsingtauglichem Refrain daher, dank prägenden Piano-Tönen hat die Nummer aber schon fast einen Funk-Einschlag.

Die übrigen Stücke, etwa der Opener “The Lonesome Boatman” oder auch “Rebels With A Cause” sind aber durchaus in bekannt anschiebend-treibender Manier gehalten. Bei Track Nummer 9 dachte ich erst mich verhört zu haben. Aber dabei handelt es sich tatsächlich um eine weitere Version von You’ll Never Walk Alone. Mir persönlich gefällt die Interpretation der Toten Hosen besser, aber die hat sich aufgrund übermäßigen Hörgenußes auch schon in die Hirnrinde eingebrannt.

Fazit: Schönes Album. Für Dropkick Murphys Maßstäbe eher beschaulich, aber nicht schlecht. Kommt für mich aber nicht an die Highlight-Scheibe “Blackout” heran.

 
Anspieltipps

  • Rebels With A Cause
  • First Class Loser
  • Paying My Way

 
Details

  • Band: Dropkick Murphys
  • Titel: 11 Short Stories Of Pain & Glory
  • Label: Born & Bred
  • Veröffentlichung: 6. Januar 2016

 



Dieser Beitrag wurde am von Fabian veröffentlicht • Kategorie: Tonträger Reviews • Tags:






Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>


Adolescents Alte Sau Anti Flag Authority Zero Barb Wire Dolls Cancer Carl Bârat Deadly Sins Disco Ensemble Donots Dropkick Murphys Eastfield Egotronic Ein Gutes Pferd Feine Sahne Fischfilet Flogging Molly Garden Gang Get Dead Grape Harry Gump Hounds & Harlots Itchy Poopzkid Johnossi Justin Sane KMPFSPRT Koeter Kotzreiz Love A Misconduct Mr. Irish Bastard MxPx Neon Bone No Fun Pascow Peppone Radio Havanna Rantanplan Raptus Rather Raccoon Schluss mit Lustik Schrappmesser Selling Our Weaknesses Stereo Dynamite Templeton Pek Terrorgruppe The Baboon Show The Offenders The Prosecution The Scandals The Sensitives The Sounds The Toten Crackhuren Im Kofferraum The Uprising TV Smith Voodoo Healers