Frittenbude – Küken des Orion

Hobbyastronomen werden sich bei diesem Titel wohl die Haare raufen. Die Rede ist natürlich von „Küken des Orion“, dem neuen Longplayer der Wahlberliner Frittenbude, den Exilbayern, die wohl auch gut als Rolemodel für unangepasste Dorfkids dienen.

Musikalisch haben sich Frittenbude seit ihrem letzten Longplayer Delfinarium klar weiterentwickelt, alles wurde weniger hektisch, sphärischer, vertrackter, mittlerweile sind auch mehr „richtige“ Instrumente an Bord, also insgesamt etwas mehr Indie, ein bisschen weniger Rave. So weit die grobe Bestandsanalyse, weiter zu den Details. Von recht minimalistischen HipHop Beats wie in Army Of Küken über sphärisch-poppig wie in „So da wie noch nie“ oder „Die Möglichkeiten eines Lamas“ bis hin zum für die Berliner typischen brachialen Elektropunk Songs wie „Schlachtfeld der Schande“ beweisen die Berliner, dass sie sich in den letzten drei Jahren weiterentwickelt haben ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Eine kleine Überraschung ist das von einer Akustikgitarre getragene „Alles wird Staub“. Komplettiert wird das ganze dann durch Johannes Rögners markanten Sprechgesang, der die dieses mal auch deutlich kryptischeren Texte gekonnt rüberbringt.

Lyrisch pendelt sich Küken des Orion irgendwo zwischen der Lebensrealität der Generation Y, dem Hedonismus als Ausweg und (mehr oder weniger) versteckten politischen Statements ein, wobei die Texte insgesamt etwas an Tocotronic denken lassen, Dirk von Lotzow hat in „Was am Ende bleibt“ auch ein Feature, hier schließt sich der Kreis also wieder.

Fazit: Einmal mehr haben Frittenbude alles richtig gemacht und ein Album fernab aller Schubladen veröffentlicht, das dieses mal auch dem Feuilleton äußerst gut gefällt, das Artwork ist übrigens auch nicht zu verachten.

 



Dieser Beitrag wurde am von Lukas veröffentlicht • Kategorie: Tonträger Reviews • Tags:






Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>


Adolescents Alte Sau Anti Flag Barb Wire Dolls Cancer Carl Bârat Deadly Sins Disco Ensemble Donots Dropkick Murphys Eastfield Egotronic Ein Gutes Pferd Feine Sahne Fischfilet Flogging Molly Garden Gang Get Dead Grape Harry Gump Hounds & Harlots Itchy Poopzkid Johnossi Justin Sane KMPFSPRT Koeter Kotzreiz Love A Misconduct Mr. Irish Bastard MxPx Neon Bone No Fun Pascow Peppone Radio Havanna Rantanplan Raptus Rather Raccoon Schluss mit Lustik Schrappmesser Selling Our Weaknesses Stereo Dynamite Talco Templeton Pek Terrorgruppe The Baboon Show The Offenders The Prosecution The Scandals The Sensitives The Sounds The Toten Crackhuren Im Kofferraum The Uprising TV Smith Voodoo Healers