Radio Haze – Momentum

Kratzige Gitarren, und glatter Gesang: Das ist Momentum von Radio Haze! Bei Momentum gefällt mir vor allem der Gitarrensound. Die Musik ist nichts absolut neues, aber solider Hardrock, der sogar einige spannende Variationen hat (z.B. der Melodiewechsel im Stück Wasteland). Kurz gesagt: Das Klangbild trifft meinen Geschmack!

Alle Songs machen mir mindestens 20 Sekunden lang Spaß. Dann setzt der Gesang ein. Wer dominanten, poppigen Gesang mag, für den ist Momentum was. Bei mir entstand jedoch der Eindruck, dass die Instrumente „weggesperrt“ werden. Der Gesang geht ins Ohr und er wird auch mal emotional. Ja, es gibt sogar Variationen wie ein Hall-Effekt am Ende des Songs Wrong Shoulder. Im Kontrast zu den markanten Gitarren wirkt das auf mich eine Spur „too much“, ein kleines Stück zu perfekt, ein kleines Stück zu emotional und ein kleines Stück zu glatt.

Beim Hören hatte ich den Eindruck, dass beim Abmischen die Stimme sehr stark in den Mittelpunkt gestellt wurde. Bei einzelnen Songs passt das auch. Bei dem ruhigeren Titel Song des Albums Momentum ist das wirklich gelungen. Auch bei dem Stück „Sticks, Stones & Broken Bones“ greift der kurze, bissige Gesang durchgehend.

Die meisten Stücke auf dem Album haben folgendes Schema: Am Anfang werden die Instrumente kurz raus gelassen. Sie dürfen sich etwas austoben und dann kommt der Gesang. Ab diesem Zeitpunkt sind sie nur noch zur Betonung der Gesangsstimme da. Im Mittelteil dürfen sie wieder etwas rocken, aber nur bis der Gesang übernimmt.

Der markante Gesang ist ein Stilelement. Das kann man mögen oder nicht. Mich haben die kurzgehaltenen Instrumente etwas irritiert.
Um meine „Kritik“ mit einem Songzitat von „Die Ärzte“ auf den Punkt zu bringen: „Der lauteste ist, natürlich nach wie vor der Gitarrist“ (aus: Die Instrumente des Orchesters) Liebe Gitarristen: Mehr Mut zu stärkeren Gitarren! Gebt den Instrumenten mehr Auslauf!
Wer eine Mischung aus Hardrock, Pop und Brit Pop mag und dominanten Gesang liebt, der sollte unbedingt in Momentum reinhören!

 

Reinhören

  • Blame The Moonlight
  • Sticks, Stones & Broken Bones
  • Momentum

 
Stephan ist Fotograf und Blogger und schreibt unregelmäßig für TrueTrash. Seine Werke sind unter portrait-foto-kunst.de zu finden.
 



Dieser Beitrag wurde am von Stephan veröffentlicht • Kategorie: Tonträger Reviews • Tags:






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