Frau Mansmann – Menstruation in Stereo

Frau Mansmann - Menstruation in StereoMit „Bio-Bananen sind von glücklichen Affen“ trug bereits das Vorgängeralbum von Frau Mansmann einen, sagen wir mal, eher auffälligen Titel. Der neue Longplayer „Menstruation in Stereo“ steht dem allerdings in nichts nach.

Alleine beim Studieren der Trackliste, mit Highlights wie Pöbelei Und Widerstand, Kannix oder Gestern Abend, Baby werden zweierlei Dinge klar:

1) Frau Mansmann sind ziemlich dagegen. Gegen alles. Zum Beispiel auch gegen das Älterwerden und das Haare verlieren und Bauch bekommen im zarten Alter von 30 Jahren (so thematisiert im Opener 30 Jahre).

2) Gleichzeitig nehmen sie sich aber auch selbst nicht so ganz ernst. So lautet die bescheidene Selbsteinschätzung zum neuen Album, dass dieses zwar ein Meilenstein für den Berliner Punk sei, aber am besten zu kaltem Dosenbier schmecke. Die Auflösung dieses Widerspruches sei jedem selbst überlassen. Kaltes Dosenbier ist in jedem Falle legitim. Und guter Punk auch.

Letzteres bekommen Frau Mansmann auf „Menstruation in Stereo“ ziemlich gut hin. Die mittlerweile zum Quintett angewachsene Truppe spielt etwas ranzig-rumpeligen Deutschpunk mit dreifachem Gesang – männlich und weiblich schön im Wechsel. Die Songs haben Melodie und schieben an. Die zwölf Tracks kommen schnell und zackig auf den Punkt und sind, so wie sich das für gewaschenen (oder auch ungewaschnen) Deutschpunk gehört, mit reichlich Ecken und Kanten versehen.

Wie haben es die Shitlers mal so schön formuliert? Jede Stadt hat die Punkbands die sie verdient. Im hippen und alternativen Berlin können das natürlich nur die Besten sein.

Gibt es neben der obligatorischen digitalen Version für Spotify & Co. auch auf CD und auf schicker 12inch Vinyl LP.

 
Anspieltipps

  • 30 Jahre
  • Therapie
  • Gewalt ist sexy

 
Details

  • Band: Frau Mansmann
  • Titel: Menstruation in Stereo
  • Label: Bakraufarfita Records
  • Veröffentlichung: 10. November 2017

 



Dieser Beitrag wurde am von Fabian veröffentlicht • Kategorie: Tonträger Reviews • Tags:






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