Vorab: Ich bin positiv überrascht von dieser CD. Wirklich. Zuerst das Bandinfo durchgelesen und gedacht, nun ja wenn man vorrangig damit wirbt wer die CD produziert und hat welche Studiomusiker involviert waren (Stichwort: Begleitband von Maris Müller-Westernhagen), dann hat man wohl nicht so viel Eigenes zu bieten. Ist aber gar nicht so. Beim ersten Lied habe ich spontan an eine Soloplatte von Bela B. denken müssen, ein paar Lieder weiter an die Gesangslinien von Olli Schulz. Zuviel Vergleiche? Dann sage ich jetzt nichts mehr von Lindenberg und dem zweiten Album von Tempau. Aber das trifft es für mein Verständnis teilweise sehr gut. Nur eben nicht als Mix aus alledem, sondern einzelne Songs erinnern mich eben an einzelne Stücke der oben angeführten Musiker. Vom Feeling her, nichts mit geklauten Ideen oder so. Die Instrumentierung ist prima, hält sich aber über weite Teile des Albums eher zurück. Das klingt somit sehr homogen, wenig überfrachtet und zum Glück macht hier keiner auf dicke Eier. Man merkt auch das die Musiker schon einer Weile „dabei“ sind, hier muss niemanden etwas bewiesen werden. So was kann also auch noch unter dem Label „Deutsch-Rock“, der aktuell für mich sehr negativ besetzt ist, firmieren. Schön. Ein Manko ist vielleicht der etwas fehlende Wiedererkennungswert der Stimme des Herrn Maier, der bei oben genannten sicherlich eher gegeben ist. Grundsätzlich aber ein gutes und solides Album, was man ruhig mal antesten kann. Begrüßenswert: Es gibt es sogar eine Vinylversion. Checkt das mal an!
Details
- Band/Künstler: Maier
- Titel: Im wilden Leben
- Label: Sonic Revolution
- Veröffentlichung: 05. Juli 2013