Loser Youth – Es gibt viele schöne Plätze in Deutschland. Die schönsten sind für uns Arbeitsplätze.

Manche Bands machen aus 10 Songs ein Album. Nicht so Loser Youth. Die Truppe hat auch 10 Stücke eingespielt und in EP Form auf eine 7inch Vinyl gepresst. Klar, das sind jetzt keine 8-Minuten-Überlängen-Songs, aber Respekt, so viele Songs muss man sich erstmal trauen auf eine so kleine Platte zu pressen. Erschienen ist das unter dem überaus kurzen und einprägsamen Namen “Es gibt viele schöne Plätze in Deutschland. Die schönsten sind für uns Arbeitsplätze.”

Zu hören? Rumpeliger Hardcore-Deutschpunk mit dem Herz am rechten Fleck. Schnell und laut. Ziemlich sozialkritisch und dagegen. Schön abwechslungsreich. Coole und fetzige Mischung. Nicht eine Sekunde langweilig. Die Kombination von Hardcore-Elementen (kurze Songs, geschrien-gepresste Songs) und etwas klassischem (heißt: holprig-ranzigem) Deutschpunk weiß zu gefallen.

Ich bin ein großer Fan des Formats 7inch. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass bei solchen Veröffentlichungen das Budget immer knapp ist. Trotzdem hätte ich mir einen kleinen Download-Code gewünscht. [EDIT: Im Inlay ist ziemlich versteckt ein Download-Code aufgedruckt. Das ist dem unaufmerksamen Autor beim Lesen des Inlays leider entgangen. Danke für den Hinweis.]

Und: Mit dem Design der Platte kann ich mich irgendwie nicht so recht anfreunden. DIY und selber machen in allen Ehren. Die Einstellung finde ich super. Die Umsetzung, sagen wir mal, na ja. Dieser Collagen-Stil geht ja gerade noch so. Nicht meins, aber das lasse ich als künstlerische Freiheit durchgehen. Aber die Farbe. Hilfe. Was soll das sein? Lila-Pink-Rot?

Das sind aber nur die Äußerlichkeiten. Der Inhalt passt und geht gut ab. Daumen nach oben.

 
Anspieltipps

  • Club Cala Pada
  • Fasching
  • Vandalismus Yeah

 
Details

  • Band: Loser Youth
  • Titel: Es gibt viele schöne Plätze in Deutschland. Die schönsten sind für uns Arbeitsplätze.
  • Label: Rilrec / Riot Bike Records / Raccoone Records
  • Veröffentlichung: 12. Mai 2017

 



Dieser Beitrag wurde am von Fabian veröffentlicht • Kategorie: Tonträger Reviews • Tags:






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