Huelse – Im Kreis gedreht und jetzt im Krieg

Huelse sind kein Getreide und auch keine leere Hülle, sondern Menschen. Musiker-Menschen. Und zwar Bene, Jan, Niklas und Fabian – allesamt erst Anfang 20. Aber schon sehr reflektiert und mit einem erstaunlichen Weitblick auf die Welt. Ursprünglich hat sich die Truppe in der Kleinstadt Dillenburg in Hessen gefunden und zog aus um den ländlich-provinziellen Beschränkungen und der tagtäglichen Monotonie zu entfliehen. Rauchen (cool, aber schlecht!) und Musik (cool und gut!) seien dort angeblich die einzigen tauglichen Möglichkeiten zur Selbstentfaltung. Auch wenn es vielleicht nicht ganz so dramatisch sein mag – erklärtes Ziel der Band ist es, die allgegenwärtige Gleichgültigkeit zu ersticken, das Leben unterm Tellerrand zerbrechen um so besser atmen zu können.

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Fun Is Elsewhere – Different Views

Fun Is Elsewhere sind eine klassische Punkband. Das Trio ist besetzt mit Bass, Gitarre und Schlagzeug. Und zwei der drei Jungs trauen sich zu zu singen. Im miefigen Proberaum ist unter Einsatz von Schweiß, Blut, Tränen und viel Alkohol die neue EP „Different Views“ entstanden.

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Alex Mofa Gang – Perspektiven

Läuft bei der Alex Mofa Gang. Das Debütalbum „Die Reise zum Mittelmaß der Erde“ kam ganz gut an. Auch auf Tour, entweder als Begleitung namenhafter Bands, oder auf der ersten eigenen Headliner- Tour, lief es wie am Schnürchen. Mit Album Nummer #2, „Perspektiven“, soll der Weg des Erfolges weiter beschritten werden.

„Perspektiven” ist ein vielschichtiges und tiefgründiges, im Deutschpunk verwurzeltes, leicht noisig-grungiges Rock-Album mit vielen bewegenden Geschichten, die das Leben so schreibt. Mal alltäglich, so wie das jeder von uns kennt, mal und weniger alltäglich, trotzdem hochaktuell, stets reflektiert, manchmal absurd und teilweise schmerzhaft-traurig. Alle Geschichten werden aus der beobachtenden Perspektive des fiktiven Charakters „Alex“ erzählt.

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The Lords Of Altamont – The Wild Sound Of The Lords Of Altamont

Der Bandname der The Lords Of Altamont ist dem Jahre 1969 entliehen. Genauer gesagt dem 6. Dezember 1969, als auf dem Altamont Speedway bei Livermore in Kalifornien ein berühmt- berüchtigtes Konzert stattfand. Initiiert vom Management der Rolling Stones als Westküsten- Gegenpart zu Woodstock, eskalierte das Festival in einer Blase aus Drogen und Gewalt und gipfelte in Ausschreitungen mit mehreren Todesfällen. Kann man ja auch mal eine Band nach so einem Vorfall benennen.

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Die! Die! Die! – Charm.Offensive.

Die! Die! Die! sind eine hochgeschätzte Band, wenngleich ich mich mit Musik aus dem Bereich Noiserock mit Postpunk Einschlägen grundsätzlich eher schwer tue. Auch das neue Album der Neuseeländer namens „Charm.Offensive.“ würde ich nicht direkt als eine leichte Kost bezeichnen.

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Les Anges Gardiens – Once Upon A Time

Les Anges Gardiens sind ein französisches PowerPop Trio, das unglaublich aktiv ist und mehr als 80 Konzerte pro Jahr spielt. Bisher allerdings „nur“ in Frankreich, Belgien und Luxembourg. Und einmal sogar ein Auftritt in Casablanca, Marokko. Sicherlich ein Highlight der noch jungen Bandgeschichte. Mit dem neuen Album „Once Upon A Time“ im Gepäck sollen die Flecken der noch unbespielten Länder auf der Weltkarte weiter verkleinert werden. Da hat sich die Truppe durchaus was vorgenommen.

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World War Me – s/t LP

World War Me vereinen zwei populäre Musikstile miteinander. Pop-Punk und Metal. Und jetzt? Nichts und jetzt. Das was zunächst vielleicht wenig spektakulär anmuten mag, wird auf dem Debütalbum der Chicagoer Band gekonnt in einem Werk umgesetzt, das die Vorteile beider Genres miteinander verknüpft. Auf der einen Seite die spritzige Fröhlichkeit von poppigen Skatepunkmelodien. Und auf der anderen Seite die Stadionrock tauglichen Double-Pedal-Metal-Hymnen.

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Kill The Unicorn – Prism

Endlich hat es jemand erkannt. Endlich. Zeit wurde es. Weg mit diesen Einhörnern. Gewalt ist keine Lösung, vollkommen richtig. Aber um diesem infernalischen Hype ein Ende zu bereiten ist mir jedes Mittel recht. Kill The Unicorn. Ach halt, das habe ich falsch verstanden. Die wollen die Einhörner gar nicht töten. Die heißen so. Als Band.

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Svetlanas – This is Moscow not LA

Ich finde es immer faszinierend, dass es gewisse Bands gibt, die plötzlich auf dem Schirm auftauchen und Everbodys Darling sind (und der von Schwiegermama sowieso). Niemand findet sie doof, niemand hatet grundlos gegen sie. Und sogar die Punkrockprominenz findet sie toll und lobt sie in den höchsten Tönen. Interessantes Phänomen. Ein ganz kleines bisschen kommt mir das auch bei den Svetlanas so vor, die zu ihren Verehrern Menschen wie Jello Biafra oder Gene Simmons zählen dürfen. Und auch abseits dieser prominenten Vorschusslorbeeren habe ich noch niemanden schlecht über die Band reden hören.

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Tomas Tulpe – In der Kantine gab es Bohnen

Tomas Tulpe steht für mich auf einer Stufe mit Alexander Marcus und E-Aldi. Allesamt mehr oder weniger hochgeschätzte Musiker, die ich aber furchtbar finde. Schlager mit dumm-banalen Texten auf Ballermann-Niveau kann mich so gar nicht packen. „In der Kantine gab es Bohnen“, das neue Werk von Tomas Tulpe wird auch leider nicht deshalb besser weil es – anders als noch die beiden Vorgängeralben, die auf Frank Zanders Label „Zett Records“ veröffentlicht wurden – auf dem Berliner Punklabel Bakraufarfita Records erschienen ist.

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